Wie wurde ich zu der Frau, Mama und Atemcoachin, die ich heute bin? In dieser persönlichen Podcastfolge nehme ich dich mit auf meine Reise. Ich erzähle dir von prägenden Erfahrungen, von Veränderungen und Erkenntnissen und davon, was mich heute in meinem Leben und meiner Arbeit leitet.
Eine Kindheit voller Fantasie und eine frühe Begegnung mit dem Tod
Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen, umgeben von Natur, Tieren und ganz viel Raum zum Spielen und Träumen. Ich liebte es, in meine Fantasiewelten einzutauchen, und wollte eigentlich nie erwachsen werden.
Als ich zehn Jahre alt war, starb mein Papa nach einer dreijährigen Hautkrebserkrankung. Ein unglaublich trauriges und prägendes Erlebnis für unsere ganze Familie. Gleichzeitig durften wir viel Unterstützung erfahren und wuchsen als Familie noch enger zusammen.
Diese Erfahrung brachte mich schon früh mit den grossen Fragen des Lebens in Berührung. Ich begann, vieles zu hinterfragen und mich intensiv mit meinen Gefühlen und dem Leben auseinanderzusetzen. Eine Frage begleitet mich seither immer wieder: Was ist wirklich wichtig im Leben?
Vom Klassenzimmer auf die Yogamatte
Später zog ich nach Zug und liess mich zur Primarlehrerin ausbilden. Mein Berufsstart in einer altersdurchmischten 1.–3. Klasse war intensiv und herausfordernd. Im Yoga fand ich einen wunderbaren Ausgleich. Was als Bewegung und Entspannung begann, entwickelte sich zu einer grossen Faszination für den Körper und unsere Innenwelt.
Ich absolvierte verschiedene Yoga-Ausbildungen, entdeckte meine Freude am Sport und veränderte dabei sogar mein eigenes Selbstbild. Aus «Ich bin nicht sportlich» wurde eine begeisterte Sportlerin, die sich schliesslich zur Personal Trainerin ausbilden liess.
Gleichzeitig lernte ich als Lehrerin unglaublich viel über Menschen, ihre Geschichten und die Herausforderungen von Familien. Besonders die Schwierigkeiten vieler Kinder, mit grossen Gefühlen umzugehen, beschäftigten mich. Heute betrachte ich dieses Verhalten durch mein Wissen über das Nervensystem mit ganz anderen, verständnisvolleren Augen.
Mama werden – wunderschön und unglaublich fordernd
Dann lernte ich meinen Mann kennen und wir gründeten eine Familie. Meine erste Schwangerschaft erlebte ich als wunderschöne Zeit. Durch Selbsthypnose zur Geburtsvorbereitung entdeckte ich die Kraft meditativer Zustände und eine ganz neue, sanftere Verbindung zu meinem Körper.
Mama zu werden erfüllte mich mit grossem Glück. Und gleichzeitig forderte mich das Familienleben zunehmend heraus.
Besonders während meiner zweiten Schwangerschaft und später mit einem Baby und einem Kleinkind bemerkte ich, wie sich immer mehr Unzufriedenheit einschlich. Ich war oft müde, gereizt und überfordert. Obwohl ich meine Kinder und unser gemeinsames Leben so sehr liebte, fiel es mir schwer, den Alltag wirklich zu geniessen.
Ich wollte nicht ständig auf die nächste Pause warten. Ich wollte mein Leben geniessen – mittendrin, mit meinen Kindern.
Mein Atem brachte mich zurück zu mir
Durch eine Breathworksession entdeckte ich die Kraft der bewussten Atmung. Ich begann, regelmässig Atemübungen in meinen Alltag einzubauen, und bemerkte, wie ich allmählich gelassener wurde, besser schlief und wieder mehr bei mir selbst ankam.
Ich war fasziniert und liess mich zum Atemcoach ausbilden. Dabei tauchte ich tiefer in die Welt des Nervensystems ein. Und plötzlich ergab so vieles einen Sinn!
Ich begann zu verstehen, wie stark unser Nervensystem unsere Wahrnehmung, unsere Gefühle und unser Verhalten beeinflusst. Dass Überforderung, Gereiztheit und Unzufriedenheit nicht einfach persönliche Schwächen sind, sondern oft mit einem überlasteten Nervensystem zusammenhängen.
Dieses Wissen und vor allem die Erfahrungen mit meinem eigenen Körper haben mein Leben nachhaltig verändert.
Was mich heute in meiner Arbeit leitet
Heute möchte ich genau das an andere Mamas und Papas weitergeben. Denn ich bin überzeugt, dass sich unser Familienalltag unglaublich verändern kann, wenn wir beginnen, uns selbst und unser Nervensystem besser zu verstehen.
Dabei geht es mir nicht um Selbstoptimierung. Nicht darum, noch mehr zu leisten, noch geduldiger zu sein oder mit ein paar Atemübungen einfach besser zu funktionieren.
Es geht darum, Druck rauszunehmen. Uns selbst mit mehr Verständnis zu begegnen. Wieder zu spüren, was wir brauchen, und unser Leben mit all seinen Facetten geniessen zu können.
Ich glaube fest daran, dass vieles von dem, was wir suchen, bereits in uns liegt. Manchmal brauchen wir einfach Unterstützung, um wieder Zugang dazu zu finden.
Und ich glaube an kleine Veränderungen. Wir müssen nicht unser ganzes Leben auf den Kopf stellen. Oft reicht es, an ein paar kleinen Schrauben zu drehen, statt einen grossen Schalter umzulegen.
Was ich an meiner Arbeit besonders liebe, sind die Menschen. Ihre Geschichten, ihre Fragen, ihre ganz individuellen Wege. Ich möchte einen Raum schaffen, in dem du dich gesehen und verstanden fühlst. In dem du deinen Körper besser kennenlernst, alte Muster erkennst und vielleicht auch etwas Scham und Druck loslassen kannst.
Denn du musst nicht erst eine bessere Version von dir werden, um dein Leben geniessen zu dürfen.
Mein Wunsch ist es, dich auf dem Weg zu einem Familienalltag zu begleiten, der sich nährend statt zehrend anfühlt. Ein Alltag, in dem nicht alles perfekt sein muss, damit du dich glücklich, lebendig und verbunden fühlen kannst.
Wenn du mehr über meine Geschichte und die Erfahrungen hinter meiner Arbeit erfahren möchtest, dann hör gerne in die aktuelle Folge meines Podcasts Nervenstark verbunden rein. Ich freue mich, wenn du mich auf dieser persönlichen Reise begleitest.
Mein Name ist Eva. Ich bin Mama von zwei Kindern, Pädagogin, Yogalehrerin und Atemcoach. Ich unterstütze dich dabei, dich weniger überreizt und erschöpft zu fühlen und stattdessen mit mehr innerer Ruhe, Gelassenheit und Energie deinen Familienalltag zu geniessen. Und das ganz ohne zeitintensive Praxis.
Für einen Familienalltag, der sich nährend statt zehrend anfühlt.
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