Folge #29: Gelassen im Chaos – Wie du auch in turbulenten Zeiten bei dir bleibst

20. Juli 2026

Nervenstark verbunden
Nervenstark verbunden
#29: Gelassen im Chaos - Wie du auch in turbulenten Zeiten bei dir bleibst
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Kennst du das Gefühl, wenn gerade einfach alles gleichzeitig passiert?

So haben sich die letzten Wochen für mich angefühlt. Wir sind umgezogen, ich habe mehrere neue Projekte für meine Selbstständigkeit angestossen, mein Mann und ich hatten alle Hände voll zu tun, das Familienleben wollte organisiert werden und dann waren da noch die hohen Temperaturen, die mir mit meinen irischen Genen alles andere als guttun.

Vor ein paar Jahren hätte mich eine solche Phase komplett aus der Bahn geworfen. Ich wäre von einem To-do zum nächsten gehetzt, hätte mich ständig überfordert gefühlt und wäre innerlich kaum zur Ruhe gekommen.

Dieses Mal war es anders.

Nicht, weil weniger los war – im Gegenteil. Sondern weil ich heute Werkzeuge habe, die mir helfen, auch in herausfordernden Zeiten mit mir selbst verbunden zu bleiben.

Gelassenheit entsteht nicht, wenn das Leben ruhig wird

Viele von uns glauben, wir könnten erst dann entspannen, wenn die To-do-Liste abgearbeitet ist, die Kinder gut schlafen, keine Termine anstehen und endlich wieder Ruhe einkehrt.

Doch das Leben funktioniert selten so.

Es wird immer wieder Phasen geben, in denen viel gleichzeitig passiert. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht: Wie kann ich Stress vermeiden? Sondern: Wie kann ich gut mit Stress umgehen, ohne mich selbst zu verlieren?

Genau das durfte ich in den letzten Wochen wieder einmal erleben.

Was mir in intensiven Zeiten hilft

Ich plane bewusst Zeit zur Integration ein

Nach einem intensiven Tag oder einer grossen Veränderung braucht unser Nervensystem Zeit, um all die Eindrücke zu verarbeiten.

Früher habe ich diese Momente oft direkt mit der nächsten Aufgabe gefüllt. Heute weiss ich: Auch Pausen sind produktiv.

Ein Spaziergang, ein paar ruhige Minuten auf dem Balkon oder einfach bewusst nichts tun helfen meinem Körper dabei, wieder herunterzufahren.

Schlaf hat Priorität

Wenn viel los ist, ist ausreichend Schlaf für mich keine Option, sondern eine Notwendigkeit.

Ich merke sofort, wie viel gelassener, klarer und belastbarer ich bin, wenn ich gut geschlafen habe. Mein Nervensystem kann Herausforderungen viel besser verarbeiten, und ich starte mit deutlich mehr Energie in den Tag.

Ich erinnere mich daran, dass nicht alles perfekt sein muss

Zwischen Umzugskisten, Wäschebergen und langen To-do-Listen hilft mir manchmal vor allem eins: Humor.

Nicht alles muss sofort erledigt werden. Nicht alles muss perfekt aussehen.

Oft dürfen wir über das Chaos auch einfach einmal lachen.

Kleine Ruhemomente machen einen grossen Unterschied

Ich warte nicht mehr darauf, dass irgendwann ein freier Nachmittag entsteht.

Stattdessen suche ich bewusst kleine Inseln der Ruhe.

Ein paar tiefe Atemzüge zwischen zwei Terminen. Eine Tasse Tee ohne Handy. Kurz aus dem Fenster schauen. Für einen Moment langsamer werden.

Diese kleinen Momente summieren sich und machen einen erstaunlich grossen Unterschied.

Ich hole mich immer wieder ins Hier und Jetzt zurück

Stress entsteht häufig dadurch, dass wir gedanklich schon bei den nächsten zehn Aufgaben sind.

Dann frage ich mich ganz bewusst:

Was ist genau jetzt wichtig?

Nicht morgen. Nicht nächste Woche.

Nur der nächste kleine Schritt.

Dieser Fokus nimmt unglaublich viel Druck heraus.

Mein Atem ist mein stärkster Anker

Natürlich durfte auch mein Atem in dieser intensiven Zeit nicht fehlen.

Besonders geholfen haben mir zwei einfache Atemtechniken:

  • eine verlängerte Ausatmung, um mein Nervensystem zu beruhigen.
  • Slow Breathing – ein ruhiger, langsamer Atemrhythmus, der meinem Körper Sicherheit signalisiert.

Das Schöne daran: Der Atem ist immer da. Egal, ob zwischen Umzugskartons, vor einem wichtigen Termin oder mitten im Familienalltag.

Schon wenige Minuten können einen spürbaren Unterschied machen.

Mein Mindset macht den Unterschied

Neben all diesen praktischen Werkzeugen begleitet mich eine innere Haltung, die sich in den letzten Jahren verändert hat.

Ich muss nicht gegen das Leben kämpfen.

Ich darf Herausforderungen Schritt für Schritt angehen.

Ich muss nicht alles gleichzeitig schaffen.

Und ich muss nicht perfekt funktionieren.

Allein diese Gedanken nehmen unglaublich viel Druck aus dem Alltag.

Du musst nicht auf ruhigere Zeiten warten

Vielleicht steckst du gerade selbst in einer intensiven Phase.

Vielleicht jonglierst du Familie, Beruf, Projekte oder andere Herausforderungen und hast das Gefühl, ständig nur noch zu funktionieren.

Dann möchte ich dir etwas mitgeben:

Du musst nicht warten, bis das Leben ruhiger wird, um wieder bei dir anzukommen.

Du kannst schon heute kleine Momente schaffen, die dein Nervensystem entlasten. Ein bewusster Atemzug. Ein paar Minuten Ruhe. Etwas mehr Langsamkeit. Ein liebevoller Blick auf dich selbst.

Oft sind es genau diese kleinen Dinge, die den grössten Unterschied machen.

Wenn du noch tiefer in dieses Thema eintauchen möchtest, höre gerne in die passende Podcastfolge rein. Dort erzähle ich noch ausführlicher von meinen Erfahrungen der letzten Wochen und nehme dich mit in die Werkzeuge und Gedanken, die mir geholfen haben, diese intensive Zeit gelassen und mit Freude zu erleben.


Mein Name ist Eva. Ich bin Mama von zwei Kindern, Pädagogin, Yogalehrerin und Atemcoach. Ich unterstütze dich dabei, dich weniger überreizt und erschöpft zu fühlen und stattdessen mit mehr innerer Ruhe, Gelassenheit und Energie deinen Familienalltag zu geniessen. Und das ganz ohne zeitintensive Praxis.

Für einen Familienalltag, der sich nährend statt zehrend anfühlt.

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