In dieser Podcastfolge spreche ich über ein Thema, das uns alle betrifft – oft unbewusst, aber mit großer Wirkung auf unser tägliches Erleben: Trigger. Und ich stelle dir den vielleicht weniger bekannten, aber unglaublich kraftvollen Gegenpol vor: Glimmer.
Wenn du verstehen möchtest, warum dich bestimmte Situationen so stark emotional treffen – und wie du bewusst mehr positive, stärkende Momente in dein Leben holen kannst – dann ist dieser Artikel für dich.
Was sind Trigger – und wie entstehen sie?
Trigger sind Reize, die eine intensive emotionale oder körperliche Reaktion in dir auslösen. Oft passiert das plötzlich und scheinbar überproportional stark.
Ein bestimmter Tonfall.
Ein Geruch.
Ein Satz.
Ein Blick.
Und auf einmal reagiert dein Körper, noch bevor dein Verstand überhaupt versteht, was gerade passiert.
Trigger entstehen durch vergangene Erfahrungen, die dein Nervensystem gespeichert hat – besonders dann, wenn diese Erfahrungen mit starken Emotionen verbunden waren. Dein Körper lernt: „Das ist gefährlich.“ Oder: „Hier muss ich mich schützen.“
Wie Trigger auf dich und deinen Körper wirken
Wenn du getriggert wirst, reagiert dein Nervensystem automatisch. Typische Reaktionen sind:
- Herzklopfen
- Anspannung
- flacher Atem
- Wut, Angst oder Rückzug
- das Gefühl, „nicht mehr ganz da“ zu sein
Das passiert nicht, weil du „überempfindlich“ bist – sondern weil dein Nervensystem versucht, dich zu schützen.
Trigger sind also keine Schwäche. Sie sind gespeicherte Schutzmechanismen.
Wie du mit Triggern umgehen kannst
Der wichtigste Schritt im Umgang mit Triggern ist: Bewusstheit.
Statt dich für deine Reaktion zu verurteilen, kannst du lernen, neugierig zu werden:
- Was genau hat mich gerade getriggert?
- Welche Emotion ist da?
- Ist das eine alte Geschichte?
Hilfreiche Strategien können sein:
- Bewusst tief atmen
- Deine Füße auf dem Boden spüren
- Dir innerlich sagen: „Ich bin gerade sicher.“
- Abstand zur Situation nehmen
Trigger verlieren an Macht, wenn du lernst, sie zu erkennen und dein Nervensystem zu regulieren.
Der Gegenpol: Was sind Glimmer?
Neben Triggern gibt es auch das Gegenteil – sogenannte Glimmer.
Glimmer sind kleine, positive Momente, die deinem Nervensystem signalisieren:
„Du bist sicher.“
„Alles ist okay.“
„Hier kannst du entspannen.“
Sie sind oft unscheinbar – und genau deshalb übersehen wir sie so leicht.
Ein warmer Sonnenstrahl auf deiner Haut.
Das Lächeln eines Menschen.
Der Duft von Kaffee.
Das Rascheln von Blättern im Wind.
Glimmer sind Mini-Momente von Sicherheit, Freude oder Verbundenheit.
Wie Glimmer wirken
Während Trigger dein Stresssystem aktivieren, aktivieren Glimmer dein Beruhigungs- und Sicherheitssystem.
Das bedeutet:
- Dein Atem wird ruhiger
- Dein Herzschlag reguliert sich
- Deine Muskeln entspannen sich
- Du fühlst dich präsenter und verbundener
Je häufiger du Glimmer wahrnimmst, desto mehr trainierst du dein Nervensystem darauf, Sicherheit wahrzunehmen – nicht nur Gefahr.
Meine persönlichen Glimmer
In der Podcastfolge teile ich auch meine ganz persönlichen Glimmer-Momente. Dazu gehören zum Beispiel:
- Der Geruch und Geschmack von Kaffee
- Der Geruch von Basilikum
- Das Geräusch von Regen
- Der Anblick der Rigi
- Eine Tasse Rooibos Vanille Tee
Diese Dinge scheinen klein und unwichtig – aber sie haben eine große Wirkung.
Wie du Glimmer für dich im Alltag nutzen kannst
Der Schlüssel liegt im bewussten Wahrnehmen.
Statt nur durch den Tag zu funktionieren, kannst du dich fragen:
- Was fühlt sich gerade angenehm an?
- Wo spüre ich ein kleines bisschen Ruhe?
- Was tut mir gut – auch wenn es nur minimal ist?
Du kannst Glimmer sogar aktiv verstärken:
- Bleibe für 10–20 Sekunden bewusst bei dem angenehmen Gefühl
- Atme ruhig weiter
- Speichere den Moment innerlich ab
So lernt dein Nervensystem: „Davon darf es mehr geben.“
Wie du deine eigenen Glimmer findest und sammelst
Hier ein paar Impulse für dich:
1. Führe ein Glimmer-Tagebuch
Notiere dir jeden Tag 1–3 kleine positive Momente.
2. Nutze deine Sinne
- Was siehst du Schönes?
- Was hörst du Angenehmes?
- Welche Berührung fühlt sich gut an?
3. Erschaffe bewusst Glimmer
- Zünde eine Kerze an
- Höre dein Lieblingslied
- Umarme einen vertrauten Menschen
- Gehe kurz in die Natur
4. Sammle sie wie kleine Schätze
Je öfter du Glimmer wahrnimmst, desto leichter findest du sie.
Fazit: Mehr Balance durch Bewusstheit
Trigger gehören zum Menschsein dazu. Sie zeigen uns, wo alte Erfahrungen noch wirken.
Aber wir sind ihnen nicht hilflos ausgeliefert.
Mit Glimmern kannst du deinem Nervensystem neue Erfahrungen von Sicherheit schenken. Du kannst lernen, dich selbst zu regulieren. Und du kannst bewusst mehr kleine, nährende Momente in deinen Alltag integrieren.
Vielleicht beginnt es heute mit einem einzigen bewussten Atemzug.
Oder mit einem kleinen Sonnenstrahl auf deiner Haut.
Wenn dich das Thema tiefer interessiert, hör unbedingt in die Podcastfolge rein – dort gehe ich noch ausführlicher auf Hintergründe, Beispiele und praktische Übungen ein.
Mein Name ist Eva. Ich bin Mama von zwei Kindern, Pädagogin, Yogalehrerin und Atemcoach. Ich unterstütze dich dabei, dich weniger überreizt und erschöpft zu fühlen und stattdessen mit mehr innerer Ruhe, Gelassenheit und Energie deinen Familienalltag zu geniessen. Und das ganz ohne zeitintensive Praxis.
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