Folge #27: Ohrrauschen & Zykluschaos: Was mein Nervensystem damit zu tun hatte

29. Juni 2026

Nervenstark verbunden
Nervenstark verbunden
Folge #27: Ohrrauschen & Zykluschaos: Was mein Nervensystem damit zu tun hatte
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Lange Zeit dachte ich, viele meiner körperlichen Beschwerden seien einfach „normal“ oder etwas, womit ich eben leben müsse. Ohrrauschen, Verspannungen, Verdauungsprobleme, chronische Augenlidrandentzündungen oder ein völlig unregelmässiger Zyklus – ich suchte oft nach Lösungen auf körperlicher Ebene, ohne zu verstehen, dass mein Nervensystem dabei eine zentrale Rolle spielte.

Erst durch die intensive Arbeit mit meinem Nervensystem begann ich zu erkennen, wie eng Körper, Emotionen und innere Sicherheit miteinander verbunden sind. Und genau darüber möchte ich in diesem Artikel sprechen.

Unser Nervensystem beeinflusst weit mehr als unsere Gefühle

Viele Menschen verbinden das Nervensystem vor allem mit Stress oder emotionaler Belastung. Doch unser Nervensystem beeinflusst nahezu alle Bereiche unseres Körpers:

  • Verdauung
  • Hormonhaushalt
  • Muskelspannung
  • Schlaf
  • Zyklus
  • Immunsystem
  • Entzündungsprozesse
  • Schmerzempfinden
  • Regeneration

Wenn sich unser Körper dauerhaft in einem Stress- oder Alarmzustand befindet, arbeitet er nicht mehr aus einem Zustand von Sicherheit heraus. Stattdessen priorisiert er Überleben. Das kann sich auf ganz unterschiedliche Weise zeigen.

Symptome, die sich bei mir verändert haben

Ohrrauschen

Über längere Zeit hatte ich immer wieder mit Ohrrauschen zu tun. Besonders in stressigen oder innerlich angespannten Phasen wurde es stärker. Mit der Arbeit an meinem Nervensystem begann mein Körper nach und nach aus diesem dauerhaften Alarmmodus herauszufinden – das Ohrrauschen verschwand! Und ist sein 1 ½ Jahren nicht wiedergekehrt.

Chronische Augenlidrandentzündungen

Nach einer sehr starken Augelidrandentzündung, viel Schmerzen und mehreren Operationen an beiden Augenlidern, begleitet mich nun einige Jahre eine chronische Entzündungen an den Augenlidern. Heute weiss ich, dass chronischer Stress und ein dauerhaft dysreguliertes Nervensystem Entzündungsprozesse im Körper beeinflussen können. Seit ich bewusster mit meinem Nervensystem arbeite, haben sich diese Beschwerden stark verbessert. Und ich kann mich wieder viel häufiger entspannt schminken. 

Verspannungen und körperliche Anspannung

Früher war mein Körper oft angespannt, ohne dass ich es überhaupt bemerkte. Schultern hochgezogen, Kiefer angespannt, innere Unruhe – mein Nervensystem war ständig darauf vorbereitet, funktionieren und leisten zu müssen.

Durch Nervensystemarbeit durfte mein Körper lernen, dass er nicht dauerhaft in Bereitschaft sein muss. Viele meiner Verspannungen haben sich dadurch gelöst oder deutlich reduziert.

Verdauung und Verstopfungen

Auch meine Verdauung hat sich verändert. Der Darm reagiert sehr sensibel auf Stress und innere Anspannung. Wenn unser Nervensystem im Überlebensmodus ist, werden Prozesse wie Verdauung oft heruntergefahren.

Mit mehr Regulation, Ruhe und Sicherheit im Körper wurde auch meine Verdauung spürbar besser.

Mein Zyklus hat sich reguliert

Einer der emotionalsten Veränderungen für mich war mein Zyklus.

Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich heute einen regelmässigen Zyklus. Früher war er unberechenbar, verschoben oder blieb teilweise ganz aus. Heute verstehe ich, wie stark Stress und Nervensystemzustände auch unseren Hormonhaushalt beeinflussen können.

Mein Körper musste erst lernen, dass Sicherheit nicht nur ein Gedanke ist, sondern ein Zustand, den er tatsächlich fühlen darf.

Nervensystemarbeit bedeutet nicht „alles ist nur psychisch“

Das ist mir besonders wichtig.

Körperliche Beschwerden sind real. Schmerzen, Entzündungen oder hormonelle Beschwerden sind nicht „eingebildet“. Gleichzeitig dürfen wir verstehen, dass unser Nervensystem einen enormen Einfluss darauf hat, wie unser Körper funktioniert, regeneriert und mit Belastung umgeht.

Es geht also nicht darum, Symptome wegzureden – sondern den Körper ganzheitlich zu betrachten.

Wie ein Atemcoaching dabei unterstützen kann

Gerade wenn wir lange im Stress-, Leistungs- oder Überlebensmodus gelebt haben, fällt es dem Körper oft schwer, von alleine in Regulation zurückzufinden.

Ein Atemcoaching kann dabei helfen:

  • die eigenen Stressmuster zu erkennen
  • den Körper besser zu verstehen
  • Sicherheit im Nervensystem aufzubauen
  • emotionale und körperliche Zusammenhänge wahrzunehmen
  • aus dauerhaftem Funktionieren auszusteigen

Denn oft versucht unser Körper nicht, gegen uns zu arbeiten – sondern uns auf etwas aufmerksam zu machen.

Fazit

Für mich war die Arbeit mit dem Nervensystem ein Wendepunkt. Nicht, weil plötzlich „alles perfekt“ wurde, sondern weil ich begonnen habe, meinen Körper anders zu verstehen.

Viele Symptome, gegen die ich jahrelang angekämpft habe, waren nicht einfach zufällig da. Mein Körper stand unter dauerhaftem Stress und hat genau das kommuniziert.

Heute empfinde ich deutlich mehr Ruhe, Verbindung und Sicherheit in meinem Körper – und das hat vieles verändert.


Mein Name ist Eva. Ich bin Mama von zwei Kindern, Pädagogin, Yogalehrerin und Atemcoach. Ich unterstütze dich dabei, dich weniger überreizt und erschöpft zu fühlen und stattdessen mit mehr innerer Ruhe, Gelassenheit und Energie deinen Familienalltag zu geniessen. Und das ganz ohne zeitintensive Praxis.

Für einen Familienalltag, der sich nährend statt zehrend anfühlt.

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