In dieser Folge spreche ich darüber, wie unser Nervensystem funktioniert – und warum genau dieses Wissen einer der wichtigsten Schlüssel für ein entspannteres und erfüllteres Familienleben ist. Besonders für Eltern ist ein grundlegendes Verständnis darüber, was in ihrem Inneren passiert, absolut zentral. Denn Babys und Kinder haben noch kein ausgereiftes Nervensystem und können mit regulierten Eltern ein gesundes, stabiles Nervensystem entwickeln, was ihnen ihr ganzes Leben zu Gute kommen wird.
Unser Nervensystem besteht aus zwei wesentlichen Anteilen: dem Sympathikus, der uns in Aktion und Alarmbereitschaft bringt, und dem Parasympathikus, der für Ruhe, Regeneration und Verbundenheit sorgt. Die beiden arbeiten ständig zusammen und beeinflussen, wie wir auf Stress, Reize und die täglichen Herausforderungen im Familienalltag reagieren.
Viele Menschen – gerade Eltern – befinden sich jedoch häufiger in einem dysregulierten Zustand, ohne es zu merken. Anzeichen dafür können Erschöpfung, Reizbarkeit, ständige Anspannung, Überforderung oder das Gefühl sein, „wie auf Autopilot“ zu funktionieren. Auch körperliche Symptome wie Verdauungsbeschwerden und Muskelverspannungen können ein Hinweis auf eine Dysregulation sein. Dysregulation entsteht oft aus anhaltendem Stress, fehlenden Pausen oder alten Erfahrungen, wie Traumata, die im Nervensystem gespeichert sind.
Eine wichtige Rolle spielt dabei das sogenannte Stresstoleranzfenster. Es beschreibt den Bereich, in dem wir flexibel, klar und handlungsfähig bleiben – selbst wenn es turbulent wird. Wenn wir dieses Fenster besser kennen, verstehen wir auch, warum uns manche Situationen sofort überrollen und wir in Stressmuster rutschen, in denen wir nicht so reagieren, wie wir es gerne würden. Ausserhalb des Stresstoleranzfensters befinden wir uns im Überlebensmodus und können Handlungen schlecht bis gar nicht mehr kontrollieren. Durch anhaltenden Stress wird unser Toleranzfenster immer kleiner und enger und unsere Reaktionen sind viel schneller unkontrolliert und nicht verhältnismässig.
Die gute Nachricht: Wir können unser Stresstoleranzfenster erweitern. Denn mit einem breiten Fenster bringen uns Stressreize viel weniger schnell aus dem Konzept und wir können klar und ruhig auf die Situation reagieren. Mit der Atmung können wir direkt auf das Nervensystem einwirken und mit den richtigen Techniken unser Fenster erweitern, sowie auch in Akutsituationen ruhig bleiben. Durch bewusste (Atem-) Pausen, Übungen zur Körperwahrnehmung und achtsame Routinen gewinnen wir wieder mehr innere Stabilität. Und je regulierter wir sind, desto ruhiger, präsenter und verbundener können wir unseren Kindern begegnen. Diese Ruhe werden sie uns direkt widerspiegeln.
Wissen über das Nervensystem verändert nicht nur unser Verständnis von Stress – es verändert unser ganzes Familienleben.
Mein Name ist Eva. Ich bin Mama von zwei Kindern, Pädagogin, Yogalehrerin und Atemcoach. Ich begleite dich dabei, mit einfachen Tools aus Yoga und Atemarbeit, dein Nervensystem zu regulieren. Für mehr Entspannung, Freude und Leichtigkeit im Alltag.
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