Folge #9: Wie Nervensystem und Immunsystem zusammenarbeiten – und was du selbst tun kannst

26. Jan. 2026

Nervenstark verbunden
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Folge #9: Wie Nervensystem und Immunsystem zusammenarbeiten – und was du selbst tun kannst
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Wenn wir an ein starkes Immunsystem denken, kommen uns oft Vitamine, Ernährung oder Bewegung in den Sinn. Was dabei häufig unterschätzt wird: der enge Zusammenhang zwischen unserem Nervensystem und unserer Abwehrkraft. Genau darum geht es in dieser Folge – und darum, wie wir selbst regulierend eingreifen können.

Unser Nervensystem steuert, ob wir im Stressmodus (Aktivierung) oder im Ruhe- und Regenerationsmodus sind. Befinden wir uns über längere Zeit in hoher Aktivierung – also im ständigen Funktionieren, Denken und Reagieren – hat das direkte Auswirkungen auf unser Immunsystem. Der Körper priorisiert dann „Überleben“ statt Heilung. Die Folge: Die Abwehr wird geschwächt, Infekte haben leichteres Spiel und Regeneration dauert länger.

Gerade bei kranken Kindern wird dieser Zusammenhang besonders spürbar. Gedanken, die Sicherheit, Vertrauen und Ruhe vermitteln, können helfen, nicht zusätzlich Stress ins System zu bringen – weder für die Kinder noch für uns selbst. Regulation beginnt oft im Kopf, wirkt aber immer im Körper. Nimm also Druck raus, wenn sich ein Infekt ankündigt. Gehe in eine annehmende Haltung und stell dir die Frage, warum dein Körper und/oder der Körper der Kinder jetzt Ruhe brauchen könnte. Lade Yin-Qualität ein und macht es euch so gemütlich wie möglich. In dieser stressfreien Atmosphäre heilt ein Körper viel schneller und nachhaltiger.

Ein kraftvoller Schlüssel liegt in Yoga und Atemarbeit. Sanfte Regulationstools können den Verlauf eines Infekts positiv beeinflussen, indem sie das Nervensystem aus der Überaktivierung holen. Bestimmte Atemtechniken unterstützen dabei, das parasympathische Nervensystem zu aktivieren – also den Teil, der für Heilung und Regeneration zuständig ist. 

Eine besonders geeignete Technik dafür ist die verlängerte Ausatmung kombiniert mit der tiefen Bauchatmung. Dies signalisiert dem Körper: Du darfst loslassen, entspannen, regenerieren und deine Selbstheilungskräfte aktivieren. Hilfreich kann auch Brahmari (die summende Ausatmung) sein, da die Vibration dein Nervensystem reguliert und stimulierend auf deine Nebenhöhlen wirkt. Wichtig ist, möglichst permanent durch die Nase zu atmen, dies unterstützt die Genesung ebenfalls.

Ebenso können ruhige, erdende Yogaübungen dem Körper signalisieren: Du darfst loslassen. So zum Beispiel Katze-Kuh-Bewegungen zur Mobilisation der Wirbelsäule, tiefe Bauchatmung in der Kindshaltung, Übungen die den Brustkorb öffnen und so die Lunge und die Atmung unterstützen, sowie die Thymusdrüse aktivieren, wie die Kobra. Drehhaltungen, wie die liegende Drehung, auch Krokodil genannt, massieren und durchbluten deine inneren Organe und unterstützen die Entgiftung. Oder du legst deine Beine an eine Wand, damit der Rückfluss von Lymphe und Blut geschehen kann. Diese Übung ist sehr wirksam bei Erschöpfung und Stress und wirkt ausgleichend auf dein Hormonsystem. Das Schöne daran: Diese Tools sind einfach, jederzeit verfügbar und stärken nicht nur dein Immunsystem, sondern auch unsere Verbindung zu dir selbst. Denn echte Gesundheit beginnt oft dort, wo wir wieder in Balance kommen.


Mein Name ist Eva. Ich bin Mama von zwei Kindern, Pädagogin, Yogalehrerin und Atemcoach. Ich begleite dich dabei, mit einfachen Tools aus Yoga und Atemarbeit, dein Nervensystem zu regulieren. Für mehr Entspannung, Freude und Leichtigkeit im Alltag.

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